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Immer in Bewegung: Movado
Die Bedeutung des Wortes "Movado" sagt eigentlich alles: "Immer in Bewegung" heißt die Übersetzung des Markennamens, der der Kunstsprache Esperanto entstammt. Tatsächlich gelang es dem Schweizer Uhrenhersteller seit der Gründung im Jahre 1881 durch ständige technische Innovationen, sich einen Spitzenplatz im Weltmarkt zu erobern und diesen bis heute zu verteidigen.
Begonnen hat die Geschichte von Movado mit ihrem Gründer Achille Ditesheim, der in La Chaux-de-Fonds eine kleine Uhrenmanufaktur eröffnete. Die junge Uhrenmanufaktur wuchs rasch, zur Jahrhundertwende wurden bereits 80 Arbeiter beschäftigt. Inzwischen traten auch
die Brüder Leopold und Isidore ins Unternehmen ein, welches fortan unter dem Namen "L.A.& I. Ditesheim, fabricants" firmierte.
Im Jahr 1905 wurde schließlich der Markenname Movado eingeführt. Im selben Jahr begann man am Stadtrand von La Chaux-de-Fonds mit dem Neubau einer modernen Fabrik. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Grundstein für eine große Zukunft gelegt.
Schon früh konzentrierten sich die Ditesheims auf die Entwicklung von Armbanduhren. Schnell wurde man Marktführer bei flachen, eleganten, aber dennoch höchst präzisen Uhren. 1912 brachte Movado ein Modell auf den Markt, welches schnell zur Kultuhr aufstieg: "Polyplan". Sie ist die bis heute konsequenteste Lösung einer stark gebogenen, längs-
rechteckigen Armbanduhr. Das Gehäuse wurde derart an die Krümmung des Handgelenks angepaßt, daß eine völlig neuartige Werkskonstruktion notwendig war. Auf eine doppelt gekröpfte Werksplatine wurden die Bauteile des Uhrwerks in drei verschiedenen Ebenen montiert. Die "Polyplan" zählt heute auf dem Sammlermarkt zu den meistgesuchtesten Raritäten.
1914 wurde die berühmte Soldatenuhr, eine Armbanduhr mit durchbrochenem Sprungdeckel, bei Movado entwickelt. Dieser Sprungdeckel schützte das Uhrglas sowie das Zifferblatt, welches mit Leuchtziffern und -zeigern versehen war, vor den harten Beanspruchungen im Soldatenalltag.
Im Jahr 1926 gelangte die "Ermeto" auf den Markt. Bei dieser außergewöhnlichen Etuiuhr wurde beim Öffnen und Schließen des Etuigehäuses automatisch die Zugfeder gespannt. In den weiteren Jahren folgten Erfolgsmodelle wie "Curviplan", "Cronoplan" und "Acvatic". Bereits im Jahr 1945 präsentierte Movado mit der "Tempomatic" seine erste Automatik, 1956 ergänzte die Damenautomatik "Queenmatik" die Kollektion.
Zu dieser Zeit war bereits kein Mitglied der Movado-Gründergeneration mehr am Leben, die vielfältigen Movado-Aktivitäten kamen jedoch keinesfalls zum Erliegen. Die Modellpolitik der 60er Jahre wurde bestimmt durch die Zusammenarbeit mit einem der bedeutendsten amerikanischen Designer - Nathan George Horwitt. Horwitt hatte bereits seit 1947 einen Entwurf eines reinen und schlichten Zifferblatts in der Tasche. Er fand jedoch keinen
Uhrenhersteller, der seine Vorstellungen realisieren wollte. Erst 1960 entschloß sich Movado, die Uhr mit dem schwarzen Zifferblatt, zwei einfachen Stabzeigern und dem mittlerweile legendären goldenen Punkt zu produzieren. Der Erfolg war sensationell: die Uhr feierte einen weltweiten Siegeszug und ist heute sogar in vielen Designmuseen wie zum Beispiel im Museum of Modern Art/New York zu bewundern.
Noch im gleichen Jahrzehnt, genauer im Jahr 1969, kam es vorübergehend zum wirtschaftlichen Zusammenschluß von Movado mit der Manufaktur Zenith. Doch es vergingen keine zwei Jahrzehnte, da trennte man sich schon wieder. Im Jahr 1984 erwarb die "North American Watch Corporation" die Namens- und sonstigen Rechte von Movado. Unter Führung des Inhabers Gerry Grinberg konnte Movado seinen Spitzenplatz unter den bedeutenden Weltmarken behaupten und sogar weiter ausbauen. Im nordamerikanischen Markt kann sich Movado heute als Marktführer im Luxusuhrenmarkt bezeichnen.
Angetrieben vom Erfolg der "Museums Watch" ging Movado weitere Kooperationen mit Künstlern ein. Andy Warhol, Yaacov Agam, Arman, James Rosenquist und Max Bill - all diese Persönlichkeiten gestalteten Uhren für Movado. Heute sind die streng limitierten Künstleruhren begehrte Kunst- und Sammelobjekte.
1996 gab die erfolgreiche Kollektion Vizio ihr Debüt. Auch das Wort "Vizio" stammt, wie "Movado", aus der Weltsprache Esperanto und bedeutet soviel wie Vision. Das zeitlos klare Design, die unverkennbare Identität, die Anwendung erstklassiger Materialien sowie ihre technische Perfektion machten sie sofort zum Publikumsmagneten. Mit der neuen Viziomatic bringt Movado Bewegung in die Technologie der Quarzuhrwerke. Ihr Werk wird nämlich wie eine Automatikuhr durch die Bewegung des Handgelenks "aufgezogen". Diese mechanische Energie überträgt sich durch die Schwungmasse auf einen Mikrogenerator, welcher sie in elektrische Energie umwandelt und in einem Akkumulator speichert.
"Immer in Bewegung" - mit dieser Firmenphilosophie auf den Fahnen geschrieben wird die außergewöhnliche Uhrenmarke Movado auch in Zukunft die Liebhaber besonderer Zeitmesser mit tollen Uhren begeistern.
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