Uhren Beweger

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Umlaufreguliergerät

Uhren für Flugzeuge

"Gib mir eine Stoppuhr und eine genaue Karte und ich fliege durch die Alpen mit einem Flugzeug ohne Fenster".

Dieser Ausspruch stammt aus einem Kinofilm und kommt in einer Szene vor, in der ein Navigationsoffizier in einem U-Boot einen exakten Kurs durch einen Unterwasser-Cañon mit einer Karte und einer Stoppuhr berechnen soll, während ein anderes Besatzungsmitglied an der Tauglichkeit dieser Methode zweifelt. Das U-Boot könnte auch mittels Sonarsignalen navigieren, wäre aber durch das ausgestrahlte Schallsignal selbst leicht zu orten. Also versucht die Besatzung, allein mittels genauer Navigation "blind" durch dieses Unterwassergebirge zu fahren.

In Flugzeugen verzichtet man aus Sicherheitsgründen auf gar keinen Fall auf Fenster, und noch vor gar nicht langer Zeit war Fliegen nur bei guter Sicht möglich. Seit der Einführung von Radar und Satellitennavigation ist ein exaktes Bestimmen der Position stets möglich, und die Uhren in Flugzeugen dienen eher der zusätzlichen Sicherheit für Notfälle als der Navigationshilfe.

Als der Pionier der Lüfte Charles Lindbergh am 21. Mai 1927 seinen ersten Transatlantik-Flug wagte, war dieser noch ein großes Abenteuer, dessen Ausgang nicht zuletzt mangels der nötigen Navigationsmöglichkeiten über großen Wasserflächen sehr ungewiss war. Als der gelernte Flugzeugmechakiker nach 33½ Stunden in Frankreich landete, war das Abenteuer für ihn gut ausgegangen. Nachdem er selbst durch glückliche Umstände exakt genug navigiert hatte und sich in der "Wasserwüste" des Nordatlantiks nicht verirrte, entwickelte er später eine spezielle Uhr für solche Anforderungen, die es ermöglichte, mit einer Hand die Uhr auf das Radio-Zeitzeichen zu synchronisieren und über eine drehbare Lünette die Stundenwinkel einzustellen. Für die exakte Bestimmung des Längengrades waren eine genaue Uhr sowie die Ermittlung des Standes der Sonne über dem Horizont notwendig. Beides zusammen erlaubte eine exakte Positionsbestimmung ohne die sonst übliche Orientierung nach Bodensicht. Seither waren solche Uhren für Langstreckenpiloten als ein Teil der Navigationsanlage verbreitet und machten längere Flüge über große Distanzen und vor allem über große Wasserflächen erst möglich. Longines baute noch eine Reihe von anderen Spezialuhren für die Aviation (Luftfahrt), die jeweils nach dem Entwickler (meist Piloten) benannt wurden. Longines war zu dieser Zeit die weltweit führende Uhrenmarke für Spezialanwendungen in der Luftfahrt und bei allen Piloten hoch geschätzt.

Neben den Armbanduhren, die mit einem überlangen Band über dem Fliegeroverall getragen wurden, gab es in Flugzeugen natürlich auch Bordchronometer, die vorzugsweise mechanisch liefen, um bei Stromausfall noch eine sichere Zeitquelle zu haben. Heutzutage sind bei Vielfliegern und Piloten neben Chronographen auch Uhren mit GMT-Funktion sehr beliebt; diese Modelle haben eine unabhängig von der Normalzeit einstellbare 24-Stunden-Anzeige, die bei Reisen in eine andere Zeitzone parallel zur Zeit des Aufenthaltsortes auch die Heimatzeit anzeigen kann.

 

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