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Longines – Eleganz und Präzision seit 1832 / Armbanduhren Wie alles begann
Am 14. August 1832 läßt sich Auguste Agassiz – der Bruder des berühmten Naturforschers Louis Agassiz – im Schweizerischen Saint-Imier nieder. Dort betreibt er zusammen mit dem Uhrenhändler Henri Raiguel und einem dritten Kompagnon, Florian Morel, einen Uhrenhandel mit Fabrikation. Von Anfang an reist Auguste Agassiz mit seinen Fabrikaten quer durch Europa und verkauft sie auf großen Messen. Mit seiner Spezialität, der klassischen, preisgünstigen und dennoch widerstandsfähigen Uhr "im Stil von Saint-Imier" erwirbt er sich schnell einen soliden Ruf. Ende Sommer 1852 führt Agassiz seinen Neffen Ernest Francillon ins Geschäft ein, der schließlich am 1. Juli 1862 die Manufaktur komplett übernimmt.
Der neue Inhaber erwirbt 1866 Land, das etwas außerhalb des Dorfes Saint-Imier liegt, genau an einer Stelle, die "Es Longines" genannt wird. Dort lässt er eine Manufaktur errichten, die alle Uhrmacherarbeiten unter einem einzigen Dach vereinigt. Hier entsteht im Jahr 1867 eine Taschenuhr, die Francillons Handschrift trägt. Als erste führt sie die Bezeichnung E. Francillon, Longines, Suisse, und erscheint 125 Jahre später in einer Neuauflage wieder. Der Ruf für Qualitätsarbeit führt nun schnell so weit, daß Ernest Francillon gegen Fälschungen antreten muß. 1874 verfasst er eine Notiz, die darauf hinweist, daß die Longines Modelle das Logo, eine geflügelte Sanduhr, und den Namen "Longines" tragen müssen. Damit macht E. Francillon den ersten Schritt in Richtung der offiziellen Registrierung seiner Uhrenmarke. In der Schweiz ist es am 27. Mai 1889 soweit: Longines wird beim Bundesamt für Geistiges Eigentum registriert. Etwas später, am 27. März 1893 und nun mit weltweiter Gültigkeit, wird sie beim Internationalen Amt für Geistiges Eigentum registriert. Damit wird Longines zur ältesten eingetragenen, nie abgeänderten, jedoch ständig erneuerten und getragenen Uhrenmarke der Welt.
Die Ära der Pioniere
Als Ernest Francillon im Jahr 1900 stirbt, werden in der Uhrenfabrik 1200 Arbeiter beschäftigt. Diese folgten jedoch weiterhin streng der von Francillon aufgestellten Maxime "Wir produzieren stets nur das Optimum". Mit der Konstruktion des Kaliber Lepine extraflach L.11.87 entstehen 1903 die ersten mechanischen Damen-Anhängeuhren. Zwei Jahre später gelingt Longines eine Pionierleistung: die erste mechanisch hergestellte Armbanduhr. Dieser Schritt ist alles andere als unbedeutend, führt er doch dazu, daß die gesamte Produktionsweise innerhalb der Fabrik neu organisiert wird. Ab 1919 verdrängt die Armbanduhr schließlich die Taschenuhr.
Im Jahr 1912 setzt Longines den Grundstein der automatischen Zeitnahme, revolutioniert die Zeitmessung im Sport von A bis Z und leistet weitere Pionierarbeiten in ungezählten sportlichen Disziplinen. Zahlreiche wissenschaftliche Expeditionen in die Arktis und in die Antarktis, die von Männern wie Amundsen, Admiral Byrd oder auch Kapitän Bernier angeführt wurden, vertrauen auf Longines-Zeitmesser. Auch die Pioniere der Luftfahrt wollen ihre abenteuerlichen Flüge nicht ohne Longines-Uhren unternehmen . Charles A. Lindbergh skizziert kurz nach seinem Transatlantikflug eine Uhr, die zugleich als Navigationsinstrument dient, und vertraut deren Ausführung Longines an. So entsteht das legendäre Model "Angle Horaire", welches das Handgelenk einer ganzen Generation von Piloten schmückte.
In den folgenden Jahren finden bei Longines noch zahlreiche weitere uhrmacherische Pionierleistungen statt: 1945 wird die erste Longines-Uhr mit automatischem Aufzug nach dem Rotor-System gebaut (Kaliber L.22A), im Februar 1952 wird Longines zum offiziellen Zeitnehmer der Olympischen Winterspiele von Oslo auserkoren, 1960 entwickelt Longines das weltweit flachste elektromagnetische Werk seiner Kategorie. Im Jahr 1967 wird die Longines-Ultra-Chron, eine hochpräzise automatische Armbanduhr mit 36 000 Halbschwingungen pro Stunde, lanciert. 1969 wird die Longines Ultra-Quartz präsentiert. Hierbei handelt es sich um die erste elektronische kybernetische Quarzarmbanduhr aus dem Forschungslabor einer Uhrenmanufaktur. Anfang der 80er Jahre kann sich jedoch auch Longines der großen Uhrenkrise nicht entziehen und geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Um den Fortbestand der Marke zu sichern, wurde Longines in die SMH-Gruppe (heute Swatch Group) integriert, die heute als der größte Schweizer Uhrenhersteller gilt.
Der Schritt ins neue Jahrtausend
Nur so war es möglich, daß die älteste registrierte Uhrenmarke der Welt mit neuen Produkten erfolgreich den Schritt ins dritte Jahrtausend machen kann. Mit der aktuellen Kollektion "DolceVita" hat Longines eine Armbanduhr geschaffen, die für den bevorstehenden Jahrtausendwechsel ein Zeichen setzt: Die Zeit ist wieder reif für Hedonismus, Glanz und Selbstinszenierung. DolceVita kombiniert den Wunsch nach lustvollintensiven Zeitreisen ins Gestern und Morgen mit jenen Ansprüchen, die das Renommee´ der Schweizer Uhrenmarke Longines ausmachen: Eleganz, hohe Qualität und die Handwerkskunst von über 160 Jahren Firmentradition.
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